Veranlassung-Ziel Mitgliedschaft Probleme Lösungen Bemessungsgrundlagen Service Sonderfachleute Literatur Archiv
Startseite Lösungen

Lösungen


Vorflut Abdichtung Wand Sohle Anschluss Bodenplattenverstärkung Weisse Wanne Relevante Begriffe

Sitemap Kontakt Impressum

Problemlösungen

Die Kunst die richtige Auswahl zu treffen

Seit unserer Gründung verfolgen wir mit anderen Interessengruppen und unter Einbezug der Politik das Ziel, die ehemals vorhandene Vorflut wieder herzustellen, sowie durch Verbesserungen der bestehenden Vorflut und durch Nutzung physikalischer Gesetzmäßigkeiten den Grundwasserwiederanstieg zu begrenzen. Für die Fälle, dass dieses Ziel nicht erreicht werden kann, wollen wir handlungssichere, nachvollziehbare und ökonomische Ertüchtigungsmaßnahmen für gewünschte Gebäudenutzungen bereithalten. Neuentwicklungen werden von uns auf ihre Einsatzmöglichkeit hin durchleuchtet.

Erfreulicherweise liegen heute, als Ergebnis jahrelanger Verhandlungen unseres Landrates D. Patt mit der Landesregierung, hierzu umsetzbare Ergebnisse vor, mit denen ein gewisser Grad des nachbergbaulichen Grundwasseranstieges im Rhein-Kreis Neuss in Nassperioden begrenzt werden könnte, s. Presseinformationen. Die Umsetzung durch die kommunale Selbstverwaltung steht jedoch noch aus. Auch wenn durch eine spitzenbrechende Wasserhaltung nicht allen Betroffenen geholfen werden kann, würde die generelle Problematik bei einer entsprechenden Umsetzung entschärft. Insofern ist es unerläßlich, in diesen Zonen den Bemessungswasserstand - diesen neuen Bedingungen entsprechend - auf den jeweiligen Bauwerksstandort bezogen zu ermitteln, damit eine Betroffenheit ausgeschlossen oder ein tragfähiges Handlungskonzept entwickelt werden kann.

Insofern bestätigt sich die Jahrhunderte alte Lehre der Wasserbauer, dass die Einhaltung oder die Verbesserung der Vorflut grundsätzlich geeignet ist, gezielte Flurabstände des Grundwassers zur Geländeoberfläche planungssicher dauerhaft herzustellen. Einmal hergestellte Meliorationen sind von jeher in dem Zustand dauerhaft zu erhalten, in dem und für welches Ziel der Bodenverbesserung sie erstellt wurden.

Eine weitere Optimierung der Vorflut zur Grundwasserhaltung ist in Zusammenarbeit mit Wasserwerken oder industriellen Wasserrechtsinhabern zu erreichen. Konkrete lokale Auswirkungen sind zu betrachten. Es kann nicht sein, dass eine Auswirkung auf die Grundwasserstände verneint wird wenn ein Wasserwerk stillgelegt werden soll und im Falle einer erneuten Inbetriebnahme der gleichen Brunnen die Inbetriebnahme mit einer besonderen grundwassersenkenden Wirkung begründet wird. Fakten müssen nachvollziehbar bleiben. Physikalische Gestze können nicht beliebig gedeutet werden.

Trotz einer möglichen Wasserhaltung in Nassperioden im Rhein-Kreis-Neuss, vorausgesetzt diese wird auch betrieben, werden trotzdem ca. 45 % der betroffenen Häuser zahlreicher und periodischer in schädlichen Wasserkontakt kommen. Bedenkt man dabei, dass die Lebensdauer z.B. für KMB-Abdichtungen (Schwarzanstrich) - häufig eingesetztes Abdichtungsmittel - durchschnittlich 20 Jahre beträgt, erschließen sich neue Erkenntnisse und Handlungsnotwendigkeiten.

Funktionstüchtige Hausabdichtungen oder Hausertüchtigungen werden benötigt, die - auch wenn sie erst nachträglich eingesetzt werden - sich als tauglich und bezahlbar erweisen müssen. Das notwendige Fachwissen ist hierzu vorhanden. Über Planungsgrundsätze und zur Verfügung stehende Baumaterialien müssen betroffene Hauseigentümer bestmöglich informiert werden. Die Informationen müssen verständlich, nachvollziehbar und neutral sein.

In Zusammenarbeit mit Universitäten und Fachgremien entwickelte der VWHG e.V. ein Konzept, das von der Erkennung des Betroffenheitsgrades einer Immobilie durch veränderte Grundwasserstände bis hin zur Lösung reicht. Hierbei werden die Betroffenheitsintervalle, die Baudiagnostik, das Nutzungsverhalten ermittelt damit man über die fachgerechte Planung zur Handlungsempfehlung einer Bauausführung führt. Selbstverständlich ist, dass eine Bauausführung gegen drückendes Wasser überwacht werden muss.

Dem Institut für Bauforschung - ibac - Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen, unter der Leitung der Universitätsprofessoren Dr. Ing. W. Brameshuber und Universitätsprofessor Dr. Ing. M. Raupach, wurde das vom VWHG entwickelte Konzept bereits in 2003 vorgestellt und von dort als einziger Weg einer sinnvollen Problembehandlung bestätigt. Die in den letzten Jahren zusätzlich erworbene Erfahrungen sowie zahlreich erfolgreich umgesetzte Lösungsvarianten bestätigen unsere Vorgehensweise.

Da eine nachträgliche Anpassung eines Gebäudes an veränderte Wasser- und Bodenverhältnisse ein hohes Maß an finanziellen Mitteln erfordert, ist hier besondere Sorgfalt von Nöten. Wie sich die Kosten entwickeln können, ist der nachstehenden Grafik zu entnehmen.

Darstellung der Kostenentwicklung in Euro für nachträgliche Bauwerksertüchtigungen aus Feuchteschäden unter Berücksichtigung der Kellernutzung. Quelle: Forschungsbericht F 856, IBAC-Institut, Aachen Prof. Brameshuber



Werden die vom VWHG e.V. definierten Schrittfolgen eingehalten, gelingt regelmäßig die Herstellung eines wasserundurchlässigen Baukörpers. So ist für die Sanierungsausführung oder für einen Neubau die gewünschte Nutzung und Werthaltigkeit dauerhaft zu gewährleisten.

Um die richtige Auswahl treffen zu können informieren wir über grundlegende Lösungen in nachstehende Bildberichten. Sie werden erkennen, dass man Feuchteschäden nicht hilflos ausgeliefert ist.

Sollten Sie Fragen haben, können Sie sich gerne bei uns telefonisch melden oder über das Kontaktformular mit uns in Kontakt treten. Diskretion ist für uns selbstverständlich.