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Veranlassung

Bundesweit wird ein Anstieg der Grundwasserstände registriert. Dadurch verkürzen sich die Flurabstände und verändern somit die der Planung unterlegten Bemessungswasserstände. Durch diese Änderungen der Wasser- und Bodenverhältnisse mutieren ehemals "angepasst" erstellte Gebäude zu "unangepasst" erstellten Gebäuden. Schäden bis hin zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen sind die Folge.

Grundwasseranstieg wird z.B. durch den Rückgang der Trinkwasserförderung als Folge von sparsameren Trinkwasserverbrauchs und sparsamerer industrieller Wassernutzungen hervorgerufen. Änderung von technischen Standards u.a. die der Abwasserableitung (Kanalselbstüberwachungsverordnung) tragen zur Grundwasserstandserhöhung bei, insbesondere wenn Abwasserkanäle abgedichtet werden, die zur Grundwasser Tiefhaltung geplant und eingesetzt wurden.

Klimaverschiebungen rufen in kürzeren Intervallen Starkniederschläge hervor und ändern den Abfluss. Nicht zu Ende gedachte ortsnahe Regenwasser- versickerungen verschärfen die Situation.

Zudem wird das ober- und unterirdische Abflussverhalten durch Renaturierungsmaßnahmen verändert. Mit den sich hierdurch ergebenden Vorflutänderungen gehen häufig Flurabstandsverkürzungen in Siedlungsgebieten einher.

Im Rhein Kreis Neuss wurden und werden zudem die natürlichen Grundwasserstände durch Tagebau baubedingte Sümpfungen überlagert. Veränderungen der natürlichen oder planfestgestellten Vorflut stellen sich ein. Nachbergbaulich wird sich der Grundwasserstand wieder auf die vorbergbauliche natürliche Höhe einstellen oder wird durch wasserwirtschaftliche Maßnahmen, wie die der Renaturierung von Flüssen und deren Anschluss an bergbaubedingt trockengefallene Auen sowie die Erstellung von Tagebaurestseen, neu eingestellt.

Durch die bergbaubedingte Grundwasserabsenkung begünstigt, verstärkte sich seit 1970 die Besiedlung im Rhein Kreis Neuss. Ehemals feuchte siedlungsungeeignete Gebiete fielen temporär trocken und zeigten sich in diesem Zeitabschnitt sehr siedlungsfreundlich. Bei den Hausplanungen jedoch wurde vielfach den vorbergbaulichen Verhältnissen der Wasser- und Bodenverhältnisse keine Beachtung geschenkt, da die zeitlich begrenzte bergbaubedingte Grundwasserabsenkung den Neusiedlern unbekannt war. Eine im Jahre 2002 in den Stadtgebieten von Korschenbroich und Kaarst durchgeführte Bestandsaufnahme brachte die Erkenntnis, dass dort eine große Dichte von unangepasst erstellten Häusern vorliegt.

Im Umkreis dieser Städte liegen ähnlich gelagerte Probleme bereits vor oder werden sich ebenfalls einstellen. Bundesweit mutieren "angepasst" erstellte Gebäude zu "unangepasst" erstellten Gebäuden, insbesondere wenn bei Eingriffen in den ober- und unterirdischen Abfluss (Renaturierung) die zwingend vorgeschriebenen Planungsvorgaben, die bestehende Nutzungen zu berücksichtigen, nicht oder nur unzureichend beachtet wurden.

Gesundheitliche Schädigungen ergeben sich aus den mit der Feuchte einhergehenden schädlichen Folgen, wie der des Schimmelpilzbefalls. Die Schädigung tritt nicht erst ein, wenn der Schimmel sichtbar wird.

Eine weitere sehr belastende Folge für Hausbesitzer und Kreditgeber ist, dass die übliche Banksicherheit durch eine unbehandelte Feuchtebelastung eines Gebäudes nicht mehr oder nicht mehr ausreichend gegeben ist. Eine Neubewertung von betroffenen Immobilien - mit sehr weitreichenden Konsequenzen – ist dann unumgänglich.

Ziel

Damit die „unangepasst erstellten Häuser“ mit „angepasst erstellten“ Häusern gleich bewertet werden können, müssen diese in den Zustand von regelkonform erstellten Häusern versetzt werden. Deshalb entwickelte der VWHG e.V. ein Konzept, dass die bestehende Unsicherheit für Hausbesitzer und Kreditgeber aufhebt.

Die Zusammenarbeit mit bodenkundlichen und hydrogeologischen Sonderfachleuten, Universitäten, Verbänden, öffentlichen Institutionen und Sonderfachleuten der Bauindustrie garantieren optimale Ergebnisse.

Ein erstes Hauptziel ist, dem Hauseigentümer sowie der Bank die Werthaltigkeit der Objekte durch ein neutrales, von Banken und Behörden anerkanntes Zertifikat (Expertise) zu bestätigen. Mit diesem Werkzeug können tragfähige Entscheidungen beim Kauf, Verkauf oder der Bewertung von Immobilien getroffen werden. Der Zustand eines Gebäudes wird messbar und damit einschätzbar. Das Gebäude kann mit den nachvollziehbaren Planungsgrundlagen - den realen Bedingungen entsprechend - realistisch bewertet werden.



Notwendig dazu sind verlässliche, nachvollziehbare und ökonomische Ermittlungen. Vom VWHG e.V. wurden daher die für das Konzept notwendigen Grundlagen geschaffen.

Es gilt, durch konkrete Umsetzungen, Betroffenheiten gar nicht erst zu Problemen werden zu lassen.

Wir sind zufrieden, wenn wir dies für Betroffene erreichen können.

Zahlreiche erfolgreiche Umsetzungen sowie die stetig steigende bundesweite Nachfrage nach unserer Lösungskonzeption bestärken uns in unserer konsequenten, qualitätssicherenden Vorgehensweise. Nur die Einhaltung mindestens der bestehenden Regeln und Normen gewährleistet, dass man nicht von "Fachleuten mit geringer Qualifikation" übervorteilt wird. Da der Normalbürger diese facettenreichen Regeln und Normen kaum kennt, haben wir die notwendige Transparenz geschaffen.